Deutsches Sturmboot & Pontonfähre

1.)

Schon vor einer ganzen Weile habe ich mir beim Panzerfux einen Satz Schlauchboot/Pontons von Custom Military Models besorgt, da mir bei meinen Streifzügen durch das Netz ein solcher Bausatz aus dem Hause Dragon aufgefallen war. Wie sich aber zeigte, war es gar nicht so einfach, entsprechendes Referenzmaterial für sowohl das Boot, als auch eine entsprechende Floßfähre zu erhalten. Und da ich hier noch einen Herpa-Anhänger mit zwei Booten zur Hand hatte, sowie einen Haufen unbenutzter ALDI-Streichhölzer (es kommen sowohl normale, wie auch Kaminhölzer zur Verwendung), habe ich es mir ersparrt, ein neues Boot komplett neu zu konstruieren

2.)

Zunächst einmal wurden die aus Resin bestehenden Pontons von ihrem Resinüberschuß befreit und verschliffen. Da ich die Fähre, ebenso aber auch das Boot, ohnehin später in einem kleinen Diorama präsentieren möchte, muß an der Unterseite der Schlauchboote nciht zu viel verschliffen werden. Und auch am Rand des Bootes selber muß nur eine produktionsbedingte Angußstelle versäubert werden.

 

3.)

Begonnen habe ich den Bau mit dem hölzernen Deck/der Plattform, welche auf den im Bild zu erkennenden Schlauchbooten aufgelegt und befestigt wird. Aus zwei Kaminzündhölzern, die ich auf eine Länge von 70mm zuschnitt, wurden die Längsträger gestaltet. Diese Hölzer erhielten einen Abstand von ca 30mm zueinander.

4.)

Die Querbalken/Bohlen erstellte ich aus normalen Streichhölzern, die vor der Montage auf insgesamt 40mm zurechtgeschnitten wurden. Um die Längsbalken komplett zu belegen, waren insgesamt 30 Hölzchen vonnöten. Der Reibekopf wurde mittels einer Resinsäge kurzerhand abgetrennt und die "Bohlen" dann mit Ponal Express Holzleim nach und nach auf die Trägerbalken geklebt. 

5.)

Weiter geht es mit dem Sturmboot. An diesem wurde aus dünnem Rundmaterial ein neuer Rand aufmodelliert.Beim Original war das eine Art Scheuerleiste. Die Montage ist relativ simpel, da man den Kleber einfach in die kleine Nut an der Rumpfoberkante entlanglaufen lässt, wo dann das runde Plastikmaterial im Anschluß eingeklebt wurde. Bis zum ersten Anziehen des Klebers wurde der so gestaltete neue Rand vorn und hinten mit je einer Klemme gehalten.

 

6.)

Am Heck des Botes wurde ein kleiner Haltewinkel (2x2mm PS) angeklebt. In der Mitte dieses Winkels wurde später noch mittig ein Loch gebohrt. Später, wenn alles farblich gestaltet und gealtert ist, wird an diesem Winkel, respektive in dessen Loch, die Halterung des Außenborders ihre AUfnahme finden.

7.)

Da ich dem Boot schon einen etwas gebrauchteren "Touch" verpassen wollte, wurden die Außenflächen des Rumpfes mit feinem Schleifpapier ein wenig angeraut. Auch konnten so diverse Kelbstoffreste an der Oberkante der Flanken ein wenig geschlichtet werden.

Zur farblichen Gestaltung habe ich mich an ein paar Modellen größeren Maßstabes aus dem Internet orientiert. Grundiert wurden der Rumpf (innen und außen) mit Neutral Grey 70.992 von Model Color. Die Farbe wurde, wie auch die anschließende Lackierung in German Grey 70.995, mit dem Pinsel erledigt. Auf diese Weise konnte noch ein wenig die hölzerne Strucktur an der Außenseite nachempfunden werden. 

Die auf dem flachen Rumpfboden dargestellten Holzplanken wurden zunächst komplett in beiden Farben (Neutral Grey und German Grey) übermalt. Später erhielten Innen- und Außenseite ein Drybrushing in Neutral Grey. Später wurden die inneren Planken dann in einem helleren Holzton abgesetzt, womit die Lackierung des Bootes annähernd beendet wäre.

8.)

Weiter geht es erneut mit den Pontons - den eigentlichen Trägern der Behelfskonstruktion einer leichten Fähre. Zur besseren Lackierung habe ich beide Pontons mit ein wenig Holzleim auf zwei Stücken Pappe fixiert. Als dann wurden beide mit Neutral Grau grundiert und im Anschluß an eine kurze Trockenpghase mit mattem Schwarz behandelt. Sowohl das Grundieren wie auch die eigentliche Lackschicht aus mattem Schwarz wurden mit einem weichen Haarpinsel vollführt.

 

9.)

Den hölzernen Boden beider Pontons wurde mit einer verdünnten hölzernen Farbe behandelt. Hierbei konnten auch etwaige "Ausuferungen" der schwarzen Farbe wieder retuschiert werden, wobei man im mittleren Drittel beider Schlauchboote ruhig ein wenig an Farbe sparen kann, da diese Bereiche später ohnehin unter der hölzernen Transportplattform verschwinden - also unsichtbar werden.

 

Zwecks Alterung des Ganzen wurde der Holzboden mit Umber Shade von Vallejo bepinselt, Dieser Vorgang kann ruhig 2-3 Male durgeführt werden, um besonders zwischen den einzelnen Planken anzuhaften.

Die beiden Schlauchkörper ansich habe ich dann einmal in der Trockenbürstmethode mit Glanzschwarz behandelt. Das war einmal etwas ungewöhnlich, denn normalerweise ebnutze ich Glanzschwarz nur zur Darstellung von tiefem Glas - z.B. Winkelspiegel bei Panzerfahrzeugen. Doch um an den Schlauchbootkörpern einen gewissen Abrieb und Gebrauch darzustellen, erschein mir diese Variante besser angebracht,a sl eventuell beide Boote komplett in Glanzschwarz zu streichen und später mit matt trockenzubürsten.

10.)

Nach dem die beiden Schlauchboot-Pontons so weit vorbereitet sind, können diese vorerst beiseite gelegt werden. Widmen wir uns also wieder der hölzernen Plattform, die auf eben jene Schlachbootkörper gesetzt werden soll. Aus Streichhölzern wurde, wie eingangs erwähnt, der grundkörper hergestellt. Aus 1x3mm Modellbauleisten wurden zudem kleine Auflageblöcke unterhalb der Plattform angeklebt. Aus ein paar Stücken Modellbauleisten der Größe 1x1mm kam dann noch ein Geländer hinzu. 

11.)

Das Sturmboot, welches ich in das Diorame einbetten möchte, wurde mittels eines recht ungewöhnlichen Außenbordmotors angetrieben - ein Motor, der eher an einen Milchschaumaufschäumer erinnert. dieser Motor wurde um einen 0,75mm Messingdrahr herzum hergestellt. Alles in allem kamen PS-Profile (Rohr- & Rundprofile) unetrschiedlicher Dimensionen zum Einsatz, um in einem derat kleinen Maßstab dem Erscheinungsbild dennoch gerecht zu werden. Auf eine Darstellung der Schraube, ebenso des Schraubenschutzes an der Unterseite der Antriebswelle, wurde absichtlich verzichtet. Da deises Ende später ohnehin in einem Wasserimitat enden wird, bedarf es dieser Kleinodien nicht.   

12.)

Am Heck des Sturmbootes wurde aus einem Stück Kupferdraht (Durchmesser ca. 0,5mm), und einer kleinen Halterung aus Kunststoffprofilen eine Aufnahme für den "Milchaufschäumer", bzw. den langen Außenborder angeklebt. Nach dem dieser dann lackiert und trockengebürstet worden war, konnte er mit eiem Tropfen Sekundenkleber-Gel fixiert werden. Wie bereits erwähnt, wird das hintere Ende des Motors später in Wasser-Imitat eingetaucht dargestellt werden. Aus diesem grund wurde er auch ein Stück länger belassen, als es der Maßstab erfordert hätte.

13.)

Um dem verwendeten, sehr hellen Modellbauholz einen abgewetzten Eindruck zu verschaffen, wurde es zunächst mit einer Mischung aus stark verdünntem Neutral Wash (MIG), sowie einem Filter für Drei-Farben-Tarnung (SIN Industries) behandelt. Später am tag, nachdem die Farbe in das Holz eingezogen war, wurde dieses mit dem Skalpell und einer rauen Sandpapierfeile weitergehend bearbeitet. Gebrauchsspuren an den Kanten und der Oberfläche sind eben alles ...

 

14.)

Die Plattform wurde ebenfalls auf den beidnen Schlauchbootkörpern befestigt. Hierzu wurde mit einer Sandpapierfeile der etwas gröberen Ausführung im Mittelteil beider Bootkörper der Lack abgefeilt, sodass eine angeraute Resinoberfläche zum Vorschein kam. Anschließend wurden beide Boote auf einer Schneidematte mit Zentimeter-Skalierung nebeneinander ausgerichtet, die frisch beschliffeen Stellen ebenfalls mit etwas Sekundenkleber-Gel bestrichen und die Plattform darauf ausgerichtet. Mit den Fingern kurz eine Winzigkeit Druck senkrecht auf die hölzerne PLattform ausgeübt, schon war auch dieser Akt geschafft.