24cm Schienengeschütz "Theodor Bruno" (Scratch)

1.)

Was lange wartet - wird endlich fertig! Ich denke mal, die Pause zwischen dem Baubeginn und dem Weitermachen an diesem modell hat sich mehr als gelohnt. Zwar liegen fast 20 Jahre dazwischen, doch ich denke mal, all die Methoden und techniken, die ich in der Zwischenzeit erlernt habe, werdem dem resultat, das ich erzielen möchte, mehr als gerecht. Und auch wenn es für dieses Modell, bis auf Fotos und ein paar vereinzelte Zeichnungen, keinerlei Hinweise mehr gibt, was weitere Deteils anbelangt, so kommt das Modell dem Original doch schon recht nah.

 

2.)

Zwar wird es auch hier wieder heißen etliche Kompromisse einzugehen, doch wofür ist man schließlich Modellbauer? Immerhin gibt es ja Belege auf ein Vorbild - auch wenn dieses nciht mehr im Original vorhanden ist. Als Ausgangsmaterial dienten mir ein paar "Parkplatzschilder" aus dem heimischen Baumarkt, die ich mir vor besagter Zeit in nahezu rauen Mengen zugelegt hatte. Ebenso acht Achsen von ein paar Modellbahnwagongs, über die ich noch verfügte. 

3.)

Das größte Kopfzerbrechen bereiteten mir seinerzeit die Drehgestelle. Nicht die Gestelle an sich, sondern die daran befestigten Blattfederpackete udn deren ganze Päriferie. Wie sollte ich die erstellen, ohne das es im Endeffekt schlampig, oder gar vollkommen daneben ausschaut? Nun, mit Abgießen und dergleichen mehr, hatte ich mich nur am Rande befasst. Und auch heute noch, fast 20 Jahre später, bin ich nicht wirklich zu einer astreinen Lösung gelangt.

 

4.)

Aber dank diverser PS-Profile, in Verbindung mit ausreichend Zeit (und Urlaub), bin ich bei der Theodor-Bruno-Kanone zu einem für mich wesentlich ansprechenderen Ergebnis gelangt, als beispielsweise bei meiner ersten 20,3cm Geschütz auf Eisenbahnlafette. Alles zusammen stecken rund 20 Stunden Arbeit in beiden Drehgestellen. Und da sind die Zeichnungen für Schablonen und dergleichen noch nicht mal inbegriffen ;-)

5.)

Und weiter geht es dann mit dem Herstellen der Kupplungen. Da es sich von Anfang an um Standmodelle ahndeln sollte, wollte ich auf funktionsfähige Kupplungen jedweder Art verzichten. Stattdessen sollten es Nachempfundene Kupplungen sein, wie sie in etwa auch heute noch an den Wagons anzutreffen sind. So hab ich mcih damals schon auf zum Bahnhof gemacht udn mir die Kupplungen an verschiedenen Wagons angeschaut. Heute wohne ich in einem Ort mit einer eigenen Museums-Eisenbahn und einem entsprechend hergerichteten, kleinen Bahnhof, in dem immer wieder Wagons abgestellt und rangiert werden. Ach ja, hätte ich damals schon gewußt, wo ich zu suchen hätte ... ;-)

 

6.)

Für die Knebel der Kupplungen habe ich zwei Messingdrähte, Durchmesser 0,8mm, T-förmig miteinander verlötet. Anschließend wurden diese Teile geätzt, um später das Anhaften von Klebstoff und Farbe zu verbessern. Anschließend wurden kleine Kunststoffblöcke zurecht gefeilt und mit einer durchgehenden Bohrung versehen. Aus demselben Messingdraht stellte ich zudem noch kleine Ösen her.

7.)

Zwischen die Puffer, an der Front jedes Gestells, wurde im Vorfeld ein Haken aus Messing eingeklebt. Links und rechts dieses Hakens platzierte ich zwei entsprechende Winkel aus PS-Profil. An diesen Winkeln wurden abgelängte Streifen angeklebt. Ebenfalls auf Länge wurde der Knebel aus Messing gebracht. Beide Enden wurden sodann in die zuvor erwähnten Kunststoffblöcke eingeklebt. Während an dem einen (dem Vorderen) die Messingöse (um 90° zum Knebel versetzt) aufgeklebt wurde, benetzte ich den Hinteren mit Kunststoffkleber. Die Öse wurde dann über dem Zughaken am Gestell platziert und der hintere Kunststoffblock zwischen die beiden Kunststoffstreifen, die am Haken herab hängen. So erhielt man ein recht ansprechendes Bild einer hochgehängten, nicht in Betrieb befindlichen Kuplung. Später werden noch ein paar Schlauchleitungen montiert.

8.)

Messingdraht bildete auch das zentrale Bauteil für die beiden Bühnen, links und rechts an der Lafette. Diese im Original abklappbaren Bühnen würden an meinem Modell nur in ausgeklapptem Zustand anzutreffen sien. Ich konnte mir so die Überlegungen über einen funktionsfähigen Klappmechanismus also ersparen. Die Reling oberhalb dieser Plattform besteht ebenfalls komplett aus rundem (0,8mm) PS-Profil, das in entsprechenden Bohrungen eingeklebt wurde. An der Lafette wurden ebenfalls Aufnahmen angebracht und aufgebohrt, in welche der Messingdraht unterhalb der Plattform eingesteckt werden kann. So ist gewährleistet, das auf etwaigen Transporten etwas weniger zu Bruch gehen kann.

8.)

Messingdraht bildete auch das zentrale Bauteil für die beiden Bühnen, links und rechts an der Lafette. Diese, im Original abklappbaren Bühnen, würden an meinem Modell nur in ausgeklapptem Zustand anzutreffen sien. Ich konnte mir so die Überlegungen über einen funktionsfähigen Klappmechanismus also ersparen. Die Reling oberhalb dieser Plattform besteht ebenfalls komplett aus rundem (0,8mm) PS-Profil, das in entsprechenden Bohrungen eingeklebt wurde. An der Lafette wurden ebenfalls kleine Aufnahmen angebracht und diese aufgebohrt, in welche der Messingdraht unterhalb der Plattform eingesteckt wird. So ist gewährleistet, das auf etwaigen Transporten etwas weniger zu Bruch gehen kann.

9.)

Weiter geht es mit dem Ladekran. Dieses, für Granaten und Kartuschen gleichermaßen notwendige Gerät, entstand aus einem Stück zurecht geschnittenen Stück PS. Die kleine Reling wurde aus Messingdraht zurecht gebogen udn mit Sekundenkleber in entsprechend gebohrte Löcher geklebt. Ein geätztes Handrad von Artmaster auf der einen, sowie eine selbst erstellte Seilwinde auf der anderen Seite des vertikalen Trägers vervollständigen fast das Gesamtbild. Zur Stabilisierung, und um den Kran separat bemalen zu können, wurde ein Stück Stahldraht von unten eingesetzt. Gleichzeitig lässt sich dieses Bauteil dann aber auch leichter am Modell positionieren.